




 |
Tauchen auf den Malediven
Bericht vom 07.06.2001

Gestern bin ich von meinem Traumurlaub auf den Malediven zurückgekehrt. Da ich dort meinen
PADI-Tauchschein gemacht habe, wollte ich Euch auch einmal die Welt des Tauchens auf Meerufenfushi
näherbringen.
| Es gibt mehrere Möglichkeiten sich dort zum tauchen zu entscheiden.
Zum einen gibt es einen Schnupperkurs der Morgens in einer Lagune mit voller Tauchausrüstung
abgehalten wird. Man lernt dort grundlegende Dinge über das Tauchen mit einer Tauchflasche,
sprich: dem Atmen unter Wasser. Dort kann man zwar noch nicht so viel sehen, jedoch erlebt man ein
einzigartiges Gefühl, wenn man unter Wasser atmen kann. Man lernt, was man zu tun hat, wenn
einem das Atemgerät mal aus dem Mund fallen sollte, was man tun kann, wenn die Maske
vollläuft und vieles mehr. |
 |
Am Nachmittag geht es dann schon auf den ersten Tauchgang im freien Meer. Man fährt mit einem
sogenannten Dhoni auf das Meer hinaus. Auch das war ein unbeschreibliches Gefühl. Als wenn man
fliegen könnte. Man schwebt unter Wasser - dazu weiter unten jedoch noch mehr. Nach diesem
Tauchgang kann man sich entscheiden, ob die Tauchwelt etwas für einen ist - oder auch nicht.
Für mich war es etwas, also hatte ich mich entschieden, einen Tauchkurs zu belegen.

Es gibt verschiedene Tauchscheine, unter anderem den PADI-Tauchschein. Auf Meerufenfushi wurde der
PADI Open Water Diver Kurs angeboten, den ich zusammen mit meinem Freund belegt habe. Allerdings
hatten wir noch eine kleine Bedenkpause von zwei Tagen eingelegt bevor wir uns dazu entschieden
haben.
| Dann ging es endlich los. Wir bekamen ein Buch in dem die Theorie vermittelt wurde, die zum Tauchen
wichtig ist. Dort stand alles wichtige drin, z. B. die Relationen zwischen Dichte, Volumen und Druck,
Informationen über Tauchkrankheiten und vieles mehr. Das Buch sollte man Kapitel für
Kapitel durcharbeiten (insgesamt gibt es fünf Stück) und danach hatte man das ganze nochmals
auf Video gesehen. Es gab Kurztests und eine theoretische Abschlussprüfung. Man sollte jedoch
keine grosse Angst vor der Theorie haben. Wenn man Fragen haben sollte, dann hilft einem der
Tauchlehrer oder die Tauchlehrerin sehr gerne. |
 |
Während man diese theorethischen Dinge Morgens (vorm tauchen), mittags oder abends (nach dem
tauchen erledigt) werden einem praktische Dinge während Tauchgängen in der Lagune oder
im Meer selbst beigebracht. Es wird einem begebracht, wie man sein Gewicht im Wasser so ausgleicht,
das man im Wasser schweben kann. Das nennt sich tarieren. Dazu hat man einen Bleigurt und ein
Tarierjacket. Im Tarierjacket kann je nach Bedarf Luft zugeführt oder abgelassen werden.
Das Schweben ist eine relativ komplizierte Sache, man muss durch Atmung die Bewegungen (das Auf und Ab)
kontrollieren - keine so einfache Sache. Wenn man das jedoch einigermassen hinbekommt, dann schwebt
man. Das ist ein Gefühl was wahrscheinlich ausser Tauchern nur noch Weltraumfahrer erfahren
können.
|
Die Tage wo man vormittags und nachmittags einen Tauchgang hatte, waren recht hart. Morgens
tauchen gegangen, danach geduscht und zwei Stunden geschlafen. Nachmittags wieder Tauchen gegangen,
danach geduscht und ein wenig geschlafen (auch ca. eine Stunde). Anschliessend gingen wir zur
Theorie und dann zum Abendessen oder sind gleich zum Abendessen gegangen. Es waren zwar nur drei
Tage die so vergangen sind, doch die schlauchen einen ganz schön. Jedoch war jede Anstrengung
diese Sache Wert. |
Wir haben alles gut überstanden und sind nun brevertierte PADI Open Water Taucher. Ich kann jedem
nur empfehlen, wenn er einen Urlaub auf den Malediven plant, sich mal die Unterwasserwelt anzusehen,
die ist der reine Traum.
|